Deutsch – verpönt?

Warum publizieren deutsche Wissenschaftler nicht in ihrer Muttersprache?

Deutsche Forscher und Wissenschaftler publizieren nicht mehr in deutscher, sondern in englischer Sprache.
Gründe hierfür? Fehlendes Selbstbewusstsein? Zeitgeist? Mode?
Hierzu Gedanken von Glück, H. „Sprachfreies Denken gibt es nicht“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.4.2008.

„Wer das Englische als einzig maßgebliche Wissenschaftssprache akzeptiert, verdammt die Forschungen in unserem Land zur Bedeutungslosigkeit –

In vielen Wissenschaften ist die Sprache das entscheidende Mittel des Erkenntnisgewinns, denn Sprache
und Denken sind voneinander nicht zu trennen. Sprache ist nicht nur ein „Werkzeug“.
Die geistige Durchdringung eines Forschungsgegenstandes ist sprachgebunden, sprachfreies Denken gibt
es nicht.

Die Wissenschaftssprache Deutsch ist eine Errungenschaft, an der Generationen von Gelehrten fünfhundertJahre lang gearbeitet haben. Ihr Niedergang bedeutet die Verschleuderung eines immensen geistigen und materiellen Kapitals, das über Jahrhunderte hinweg angesammelt worden ist. Es darf nicht von einer einzigen Generation verjuxt werden.“

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